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Noch ein Nachtrag...

Es war Mitte der Woche doch etwas spannend geworden, was die Berichterstattung leider in Mitleidenschaft gezogen hat... Aber hier noch ein paar Details zu den letzten Tagen.


Der Donnerstag

Nachts war wieder ein Gewitter durchgezogen und der Tag begann mit deutlichem Wind aus West und bewölktem Himmel. Seit gestern Abend standen die Winden nun an den neuen Positionen, gespiegelt um die Mittellinie.

Es muss Speed Runde 6 gewesen sein, was als erstes geflogen wurde - die Erinnerungen daran sind etwas blass... Vielleicht ein Effekt des Bergfestes am Vorabend? Oder die plötzlich kühleren Temperaturen sorgten dafür, dass die Konzentrationsfähigkeit heute deutlich reduziert war.

Angesichts dessen war es erstaunlich, dass es gelang, eine 14.23 zu fliegen und so mit Martin mitzuhalten, der sich mit 14.15 den Tausender geholt hatte. Auch Thomas war mit 15.10 wieder sehr schnell. Nur noch getoppt von den Amerikanern Tom und Dave und John Skinner aus Australien, die jetzt mit den windigeren Bedingungen deutlich besser zurecht kamen.
Johannes unterlief leider ein Verwender an der A, so dass er nur auf eine 19er Zeit kam.

Im folgenden Zeitflug von Runde 7 bei durch hohe Schichtwolken abgeschatteten Bedingungen und vieeel Wind gab es viele Absaufer. Jens und Johannes hatten jetzt gewisse Probleme und es fehlten mehr als 30 Sekunden. Auch ich war davon betroffen, weil ich den vermeintlich in der Auflösung begriffenen Bart sinnvollerweise gegen den Wind verlassen hatte... Die Hitze der Vortage zeigte wohl doch etwas Wirkung.
Bei Thomas mussten vier Piloten aus der Gruppe am Boden bleiben, weil es ein line crossing gab. Danach hatte er zunächst ähnliche Probleme wie ich und lag mit nur neun Sekunden mehr auf der Uhr verfrüht am Boden. Aber die Gruppe musste nochmal wiederholt werden, weil wieder ein Pilot wegen line crossings nicht starten konnte... Und wieder waren die Bedingungen nicht einfach, aber Thomas schaffte die Zeit.

Danach kam Speed Runde 7, wobei der Wind schon deutlich abgenommen hatte und die Zeiten eher im 16er-Bereich lagen. Jens gelang nach einem anfänglichen Seilriss mit 15.77 endlich ein schöner Flug. Johannes kam auf eine 17er Zeit - ganz vertretbar.
Bei den letzten Piloten wieder einigermaßen gute Luft (zumindest scheinbar). Jürgen Pölzl war mit einem sauberen Flug wieder gut dabei. Thomas hatte zwar eine schöne Starthöhe, aber flog etwas weit nach unten auf eine 16.25.
In meinem Flug direkt danach war es immer noch relativ ruhig und warm und ich flog den ersten Start. Der Flug lief ziemlich optimal und die letzte B-Wende war wirklich riskant eng, was in einer 14.69 resultierte. Martin als zuletzt Startender hatte sich möglicherweise verballastiert. Die Höhe war jedenfalls bombastisch und die Luft sah noch gut aus, aber mit relativ weiten Wenden kam nur eine 16.11 heraus...


Finale am Freitag

Mit dem Beginn des Freitags war nun noch genau eine komplette Runde zu fliegen. Früh war zunächst kurzes Warten angesagt, bis sich leichter Regen und die Wolken verzogen hatten. Die erste Zeitflug-Gruppe konnte dann noch entspannt in der massiven Thermik abziehender Wolken aufdrehen. Die folgende Gruppe fand aber schon wieder ausgeprägten Abwind vor - und wie es der Zufall so will, hatte ich natürlich genau in dieser zu fliegen. Mit der Last des Absaufers auf den Schultern gestaltete sich dieser Zeitflug nun extrem spannend! Die rettende Ablösung an der südlichen Waldkante kam gerade noch rechtzeitig, so dass es knapp auf 3 Sekunden Unterzeit reichte... Auch die anderen Piloten des Teams ließen glücklicherweise nichts anbrennen, während allerdings Denis Duchesne etwas früh landete.

Im Streckenflug fuhr das deutsche Team geschlossen Tausender ein und konnte so nochmal Boden gutmachen. In den relativ gleichmäßigen Bedingungen gab es nun überwiegend Patts in den Gruppen - ein Zeichen dafür, auf welch hohem Niveau sich die Leistung der Piloten und Modelle bewegt.

Mit dem finalen Speed erhöhte sich die Spannung nun extrem, denn die Punktabstände an der Spitze waren so gering, dass noch alles offen war! Es war gut, dass während der Speedflüge relativ gleichmäßiges Wetter herrschte. Hin und wieder fiel zwar ganz leichter Regen, was allerdings überwiegend im Mittelfeld der Fall war und keinen großen Einfluss auf das Ergebnis hatte.
Jeder gab nun nochmal alles und es war schön anzuschauen, wie am Ende ein um's andere Mal die Bestzeit eingestellt wurde.

Thomas als Drittletzter hatte eine super Höhe, aber die Luft im Kurs schien noch nicht so gut zu sein - mit 16.01 s war ihm aber der dritte Platz sicher. Martin wollte sich natürlich nicht geschlagen geben und legte eine super 14.91 hin, mit der er auf nur zwei Hunderstel an der Bestzeit von Roland Hofmann dran war.
Bei mir galt es nun alles auszublenden und nicht dran zu denken, was ein kleiner Fehler jetzt bewirken würde. Auf Sicherheit fliegen war nach der Vorlage nicht drin. Es gelang perfekt, mit diesem Druck klar zu kommen und mit einer 15.11 war der kleine Vorsprung ins Ziel gerettet :-)

Bevor alle zum Aufräumen auseinander stoben, wurde den offiziellen Helfern als Dank für die super Arbeit unter den Visieren, an der Anlage und auf dem Flugfeld ein Spalier aus den Teilnehmern gebildet, durch das sie gebührend vom Platz geleitet wurden.
Der dann quasi direkt danach aufkommende Regen hatte sich glücklicherweise genau so lange zurückgehalten. Besser hätte das Wetter-Timing kaum sein können.

Die Siegerehrung wurde kurzerhand ins Mannschaftszelt verlagert. Eingeleitet durch traditionelle sorbische Volkstänze und untermalt von Fanfaren gab es Blumen für die Gewinner.

Am Ende siegte das deutsche Team bestehend aus Martin Herrig, Thomas Dylla und Jens Buchert mit großem Vorsprung vor Team Österreich (Jürgen Pölzl, Bernhard Flixeder, Stefan Sporer) und Team USA (David Klein, Tom Kiesling, Darrell Zaballos). Bei den Junioren gelang Johannes Krischke ein starker zweiter Platz hinter Bernhard Flixeder (AUT) und vor Sergej Teterin (RUS).


Samstag der Schluss-Tag

Zum gebührenden Abschluss der WM ging es bei bestem Sommerwetter per Bus zur Stadtführung ins barocke Dresden, wo sich die mehr oder weniger kulturscheue F3B-Gemeinde mit den historischen Bauwerken vertraut machen konnte. Die gemeinsame Fahrt mit dem Schaufelraddampfer "Leipzig" nach Pillnitz bot hervorragende Ausblicke auf die Sehenswürdigkeiten an den Elbhängen. Und mit der Siegerehrungs-Zeremonie vor der grandiosen Kulisse der Bastei im Elbsandstein-Gebirge fand die WM ein würdiges Ende.

Besonders erwähnenswert ist noch die hervorragende Fernseh-Berichterstattung per Livestream durch das Team von multibc und die Moderation durch Martin Weberschock und Uli Helfrich. Man kann einige Passagen auf www.f3b-wm-2013.de nachverfolgen und es wird eine DVD mit gesammeltem Material geben.

Die detaillierten WM-Ergebnisse sind auf der Veranstalter-Webseite www.f3b-wm-2013.de oder direkt auf der hervorragend aufbereiteten Seite von Christian Müller f3b-wm-2013.rcsolutions.ch zu finden.


Danksagung

Die Mannschaft möchte sich ganz herzlich bei den zahlreichen finanziellen und mentalen Unterstützern bedanken, ohne die dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre. Vor allem die Wiegel Gebäudetechnik GmbH sei hier dankend erwähnt! Unsere Graupner/SJ HoTT-Fernsteuerungen haben tadellos funktioniert und die Seile von EMC-Vega und Highendware waren auf allerhöchstem Niveau. Mit den hervoragenden Backwaren von Schedel und den Getränken von Engel war unser Überleben auf dem Flugfeld bestens gesichert. Auch die finanzielle Unterstützung durch den DAeC, den MCM, sowie durch Höllein, Hacker und MTTEC sei dankend erwähnt. Und die Reparatur-Kiste von WingsAndMore hat sich tatsächlich als nützlich erwiesen. Aber auch denen, die hier nicht separat aufgeführt werden können, und den privaten Spendern gebührt unser herzlicher Dank!

Unseren Mannschaftshelfern Andreas K, Christian, Christoph, Heinz-Dirk, Lucas, Mike und Thomas G, die bei den Temperaturen in Nardt wahrlich kein Zuckerschlecken hatten, sei auch nochmal ein besonderer Dank für die hervorragende Arbeit ausgesprochen!

AH   25.08.2013

Der Mittwoch

Morgens lag nach dem Gewitter wieder Nebel über dem Platz und wir starteten etwas später. Das Zelt mit dem Live-Stream-Equipment war den Böen leider nicht gewachsen und war umgerissen worden... Zwar kümmerten sich nachts die am Platz Campenden Petr Fusek und Francisco Pantano um Schadensbegrenzung, aber die Kameras waren erstmal außer Gefecht gesetzt. Erst später ließ sich eine Kamera reaktivieren.

Wegen der niedrig hängenden Wolken wurde mit Speed begonnen. Wieder überwiegend wenig Luftbewegung, weder horizontal noch vertikal - die Zeiten bewegten sich lange im 17-18er Bereich. Daniele Amici musste nach dem Pech des Vortages sehr früh ran und hatte gewisse Start-Schwierigkeiten mit dem ungewohnten Flieger. Lange Zeit bildeten tiefe 16er die Messlatte. Später kam ein wenig Wind auf, was dann auch 15er möglich machte. Thomas wieder sehr gut unterwegs und mit einer 15.99 super im Rennen. Auch Andreas Böhlen konnte da mitgehen. In meinem Flug nicht die super Ausgangshöhe - allerdings musste ich noch etwas Speed-Frust abbauen und es gelang eine super saubere 15.11.

Danach flogen wir Zeitflug Runde 4 fertig, was für die meisten nicht sonderlich kompliziert war.

Weiter ging es mit Speed Runde 5. Anfangs immer noch sehr ruhige Bedingungen und wieder 17er Zeiten auch bei guten Piloten die durch Missgeschicke nach hinten geworfen worden waren. Man startete jetzt allerdings bald vermehrt nach Osten. Später etablierte sich der leichte Ostwind, der viele 16er möglich machte.
Den Bart des Tages verwandelte Roland Hofmann mit einem super Flug in eine 14.24. Auch Tom Kiesling flog genau die gleiche Zeit. Die Führenden waren dadurch etwas unter Druck. Jürgen Pölzl verwendete in schlechter Luft. Thomas legte wieder einen sehr guten Start hin und hielt mit 15.28 s gut mit. In nach Norden abziehender Thermik konnte Andreas Böhlen mit 15.57 s gut dran bleiben. Auch in meinem Flug danach half es vermutlich, weiter draußen zu fliegen, denn die trotz Sinken beim Rückflug aus dem Süden resultierende 15.23 s war durchaus akzeptabel.
Martin wollte etwas zuviel und flog weit nach unten. Die vorletzte Strecke wurde dadurch etwas lang und er verwendete an B... Mindestens genauso bitter allerdings, dass Jens wieder nur eine 19er Zeit geflogen war...

Beim folgenden Zeitflug brauchte ich gleich drei Bärte, um über die 10 Minuten zu kommen. Die Landung klappte aber trotz der kurz vorher durchziehenden Windhose. Allgemein waren es sehr kurzlebige Blasen über dem Sandboden. Bei Jens, Martin und Thomas lief es auch gut. Johannes zeigte wieder Nerven beim Landen und steckte viel zu früh in die 80... So sollte das jetzt nicht weiter gehen.

Im Steckenflug oft eher maue Bedingungen. Johannes und Jens mussten leider herbe Punktverluste hinnehmen, während Martin und Thomas austeilen konnten. Überraschend, dass Andreas Böhlen sich zusätzlich zum Verlust von einer Strecke 300 Strafpunkte einfing und damit möglicherweise aus dem Rennen ist...

Am Abend konnten wir heute Bergfest feiern - mit Barbeque untermalt von Flug- und Lasershows. Wir sind gespannt, was die kommenden Tage noch bringen - offensichtlich kann hier viel passieren!

AH   07.08.2013

Rückblick auf Dienstag

Dienstag früh wieder ziemlich tote Bedingungen, wobei ein Hauch Wind aus Süd spürbar war. Im fortgesetzten Streckenflug von Runde 2 war Johannes wieder stark und beendete seinen Flug mit 21/20. Jens konnte Stefan Sporer zwei Strecken abnehmen.

In Runde 3 lief es dann nicht mehr so gut. Martin und ich konnten uns mit spannenden Flügen die Tausender holen. Aber Johannes fing leider im Norden im Saufen an und musste Schweden 1 vier Strecken überlassen. Jens verlor drei Strecken auf Oleg Lobov.

Überraschend und sehr schade, dass Denis Duchesne (BEL) beim Landen mit dem Kamera-Stativ kollidierte und sich völlig unnötig 300 Strafpunkte einfing, obwohl er eigentlich drei Strecken in Führung lag.

Thomas kam spät hoch und fing zu weit im Süden an, während im Norden schon jemand Höhe machte. Daniele Amici konnte allerdings nicht nachstarten und musste am Boden bleiben. Beim vorherigen Abwerfen war das Seil gerissen und beim Aufschlag die Rumpfspitze angebrochen. Während Thomas' Flug gab es dann aber unregelmäßige Signale und der Flug konnte nicht gewertet werden.
Auch in der Reflight-Gruppe 12 gab es wieder Signal-Probleme an B, sodass Thomas in der komplett wiederholten Gruppe 11 nochmal fliegen musste. Diese fand starkes Sinken über dem kompletten Platz, in dem Thomas sich mit einem engen Flug noch am besten halten und mit 15 Strecken den Tausender holen konnte.
Wie sich erst am Abend herausstellte, muss diese Gruppe morgen nochmal fliegen (wobei Thomas allerdings die bestehende Wertung behält).


Der Speedflug von Runde 3 hielt noch einige Überraschungen bereit. Daniele Amici erging es ähnlich wie Niklaus Huggler und er schlug im Speed ein (möglicherweise bedingt durch die Reparatur nach dem Streckenflug)...
Den Bart des Tages erwischte Jan Stonavsky und setzte ihn in eine 14.23 um. Thomas konnte bei etwas Wind und guter Luft noch ganz gut mitziehen, riss allerdings das erste Seil ab. Als ich direkt danach an der Reihe war dauerten die Verzögerungen bis ein neues Seil ausgelegt war leider so lange, dass die gute Luft weg und der Wind eingeschlafen war.
Martin legte zunächst mit einer 15.24 gut vor, musste allerdings nochmal fliegen, weil er bei der letzten B-Wende nicht hinten war und die Helfer versehentlich gedrückt hatten... Danach kam mit einer 15.64 immer noch eine sehr gute Zeit heraus.

Strecke von Runde 4 wurde am Abend noch angefangen. Eine im Westen stehende Gewitterfront sorgte jetzt für Abschattung und weniger ausgeprägte Thermik.
Der Autor flog einen Patt mit Australien.
Jens blieb leider trotz eigentlich ausreichend Fahrt in den Sonnenblumen hängen und schaffte die zwanzigste Strecke auf Bernhard Flixeder nicht mehr. In der Gruppe schlug das Saufen vermutlich ziemlich unerwartet zu, denn es flogen drei Modelle in die südlichen Bäume...

Thomas hatte seinen Streckenflug eigentlich schon gewonnen, aber dachte er schafft nochmal den Weg zur B-Linie. Die Landung in den Sonnenblumen war doch etwas härter als gedacht und Leitwerksträger und Leitwerk wurden beschädigt. Die Reparatur-Aktion konnten wir aber gerade noch vor dem aufziehenden Gewitter beenden.

Der Zeitflug von Runde 4 wurde noch angefangen und gestaltete sich flugtechnisch in der ruhigen Luft relativ unspektakulär. An dem aus nördlicher Anflugrichtung leicht abschüssigen Landepunkt musste ich allerdings relativ steil stecken und der Flieger kippte fast nach vorn um... Aber das Ergebnis passte perfekt. Gegen halb neun wurde dann unterbrochen und auf morgen verschoben.

Bevor wir ins Hotel fahren konnten, mussten wir allerdings noch die Reparatur von Thomas' Rumpf abschließen. Und bei mir stellte sich ein vermeintlich sterbendes Querruder-Servo als eine schwergängig gewordene Anlenkung heraus...

AH   07.08.2013

Update - Tag 3

Wieder mal Nebel über Nardt...

Nach einem Unwetter gestern Abend muss einiges aufgeräumt werden. Das deutsche Team ist zum Glück nicht geschädigt. Ein paar Bilder werden wir hier einstellen.

Gestern sind wir noch Strecke der Runde 3 geflogen. Außer Jens (19 auf 20) sind alle ohne Punktverlust durchgekommen. Ich habe bei der Landung im Sonnenblumenfeld meinen Flieger beschädigt. Dank herausragender Teamleistung (Danke nochmal an Chris, Markus und Christoph) konnten wir heute morgen einen Testflug machen. Jetzt warten alle auf die Fortführung des Wettbewerbes...

Thomas Dylla   07.08.2013

Noch ein ausführlicheres Fazit vom Montag

Hier noch ein etwas ausführlicherer Bericht vom Montag. Rückblickend können wir sagen, dass das Team anfangs überraschend gut gepunktet hat.

Nach dem Nebel am Morgen ging es gegen 11 Uhr direkt mit Speed los. Bei quasi windstillen Bedingungen waren die Zeiten im 17er-Bereich eher langsam. Die am Anfang Startenden hatten noch leichte Nachteile, weil die Thermik einfach sehr schwach war. Später entwickelten sich deutlichere Zyklen, die sich mit 4 Minuten Rahmenzeit teilweise kompensieren ließen.
Den Tausender holte sich letztendlich noch Thomas mit einem schönen Speed und 15.87 s vor Daniele Amici (15.97 s) und Martin (16.12 s).

Sehr schwierige Situation für Niklaus Huggler, der nach einem Einschlag im Speed eine Nullwertung kassierte und sein Modell für die anderen Aufgaben wieder flugfähig machen musste. Auch das spontan aus Piloten akquirierte große Such-Team hatte die irgendwo im Boden steckende Rumpfspitze leider nicht gefunden. Aber mit einer improvisierten Sperrholz-Nase war es dem Schweizer Team noch gelungen, rechtzeitig fertig zu sein.

Im Zeitflug von Runde 1 diffizile Bedingungen - die am frühen Nachmittag stark ausgeprägte Thermik machte schnelle Entscheidungen nötig. Wir trafen die Bärte überwiegend direkt. Nur bei Thomas erhöhte sich der Adrenalin-Ausstoß erheblich, als er nach einem weiten Bogen über den Wald im Süden noch immer nichts gefunden hatte und dann in ca. 80 m auf die nördliche Platzseite wechselte... Dort gelang dann endlich der Einstieg.

Das Spannendste waren allerdings die Streckenflug-Krimis! Anfangs zogen fette Bärte über den Platz und man musste riskieren, als Erster zu starten, um vor dem Einflug noch einige Hundert Meter Höhe zu machen. Die Thermik löste sich sowohl im Süden als auch im Norden ab und baute sich dann über dem Maisfeld auf - war aber oft nach unten hin sehr abrupt zu Ende. Beim Abheizen war also gutes Haushalten mit der Höhe nötig. Jens gelang das hervorragend und auch bei mir ließ sich der leichte Höhennachteil nach dem Kurbeln in einem spannenden Kampf noch in eine Strecke vor Japan wandeln (30/29).

Bei Martin wurde es etwas hektisch, nachdem er außerhalb der Strecke im Norden nichts gefunden hatte und zum Restart herein kam. Aber es gelang noch, das Blatt zu wenden, in niedriger Höhe über dem Baum an der A-Linie das Signal zu bekommen und einen Patt zu fliegen.

Im zweiten Speed in umgekehrter Reihenfolge der Platzierung entwickelte sich gegen Abend dann doch etwas Wind aus östlicher Richtung. Damit wurden dann 14er Zeiten möglich und Andreas Böhlen, Jürgen Pölzl und Martin konnten in diesen Bereich vorstoßen. Die lange bestehende Bestzeit von Steve Hansoulle (der wegen seines Zeitflug-Absaufers sicher einige Wut im Bauch hatte...) wurde damit doch noch eingestellt. Mir passierte leider ein möglicherweise entscheidender Fehler an der A-Wende. Etwas eng angesetzt dachte ich ich müsse nochmal aufmachen, was dann aber ärgerlicherweise das Notprogramm wegen der Sicherheitslinie aktivierte...

Der Streckenflug von Runde 2 sah eher gleichmäßige Bedingungen mit spürbarem Wind aus Südost. Thomas hatte etwas mit Empfangsproblemen zu kämpfen und gab leider zwei Strecken ab. Gegen Daniele gaben wir in meiner Gruppe natürlich alles, aber es reichte nur zu einem Patt mit 23 Strecken. Bei Martin wiederholten sich die 2.4GHz-bedingten Empfangsprobleme von Thomas, aber er konnte sich mit 23 Strecken auch den Tausender holen.

Gruppe 8 und die folgenden wurden dann mit hereinbrechender Dämmerung auf den nächsten Tag verschoben...

AH   06.08.2013

Nardt Open - Endergebnis

Die Nardt Open sind gelaufen. Alles in Allem war der Wetttbewerb ein großer Erfolg für die Mannschaft.
Platz 3, 4 und 5 gingen an Andreas und Martin Herrig sowie Thomas Dylla. Der Sieg ging an Daniele Amici (ITA) vor Steeve Hansoulle (BEL).

In der Mannschaft siegte TU Dresden (Martin, Andreas und Thomas) vor Team Italy und BELGIUM.

Vielen Dank an den Veranstalter und seine Helfer, die trotz Hitze einen perfekten Wettbewerb ermöglichten.

Jetzt warten wir auf die Eröffnung, die gegen 17 Uhr beginnt...

Thomas Dylla   04.08.2013

Nardt-Open Tag 1 - die Hitze geht weiter

Bei brütender Hitze und heftiger Blauthermik lassen wir es heute zunächst ruhig angehen... Die Streckenflüge wurden gleich am Morgen durchgeführt, um gegen Mittag die Helfer zu schonen. Bis auf Jens ließ die Mannschaft hier keine Punkte.
Weiter ging es mit Speed, in dem doch eine gewisse Thermi-Lotterie erkennbar war. Bei etwas auflebendem und auf West drehenden Wind holte sich Daniele mit 14.14 s den Tausender.
Spannend die Zeitflüge zur Mittagszeit - von einigen großen Bärten abgesehen überwiegend kurzlebige Bläschen, die häufig erneutes Suchen erforderte.

AH   03.08.2013